Eigentlich waren Blogs nie so mein Ding. Da kommen Hinz und Kunz und geben ihre Meinung im Internet zum besten, ohne dass das für irgendjemanden von Belang wäre. Und von diesen Menschen gibt es sehr viele – was nicht bedeutet, dass es nicht auch sehr viele sehr gute Blogs gäbe -, aber ich habe mir nie vorstellen können, dass ich jemals irgendetwas zu erzählen hätte, was die Welt braucht oder nicht schon in anderer Form gehört hätte.
Inzwischen habe ich es mir anders überlegt. Wir reden so viel über Selbstbestimmung, Barrierefreiheit und Inklusion, aber in meinem Alltag stelle ich sehr oft fest, dass diese Schlagworte eben nichts weiter sind als diese, leere Worthülsen, die einfach nicht umgesetzt werden. Dabei kann jeder ein bisschen anpacken, damit sich etwas ändert.
Ich möchte deshalb hier über meinen Alltag als Blinde sprechen, welche Barrieren oder Schwierigkeiten mir in den Weg geraten, und welche Lösungen ich dafür sehe. So kann zumindest niemand behaupten, ich würde in meinem Blog nur über andere lästern und selber keine Lösungsvorschläge präsentieren 😉
Dieses liegt mir als Psychotherapeutin auch völlig fern. In meinem Beruf geht es viel darum, gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden, nicht nur, aber auch, und deshalb werde ich auch hier versuchen mit solchen aufzuwarten. Hier gibt es ja außer mir leider niemanden, der daran arbeiten könnte 😉

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