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Von Technischen Möglichkeiten und ihrer Nichtnutzung. 😉
Heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder etwas Kleines aus dem Alltag. Als ich nach einer Woche Urlaub nach Hause kam, musste ich feststellen, dass mein DSL-Anschluss die Grätsche gemacht hatte.

Hach, das wwar ja fast, als wäre ich gar nicht aus dem Hotel weggefahren, in welchem ich die Woche zuvor verbracht hatte, denn dort war das WLAN auch alles andere als zuverlässig. Als ich nach Hause kam, stellte ich fest, dass mein Telefon und Internet nicht mehr funktionierten. Da ich so etwas grundsätzlich kenne, habe ich zunächst die üblichen Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt, also Router vom Strom getrennt, Verkabelung geprüft, wieder angeschlossen. Nachdem ich dies mehrere Male versucht hatte, musste ich zu der Erkenntnis gelangen, dass wohl doch etwas vorlag, das ich alein nicht lösen konnte. Also, was tun?

Ein Anruf bei der Störungshotline informierte mich nach entsprechender Angabe per Sprachansage darüber, dass zur Zeit in meinem Vorwahlenbereich mein DSL-Anschluss möglicherweise nicht uneingeschränkt zur Verfügung stünde. Deshalb verzichtete ich zunächst auf eine Störungsmeldung bei einem echten Mitarbeiter und wartete noch die Nacht ab. Ich hatte mich ja in der letzten Woche schon an nicht vorhandenes WLAN gewöhnt. Was ich allerdings versuchte, war eine Person meines Vertrauens per Videoanruf zu fragen, wie denn die LED-Lampen an meinem Router aussähen. Das wird ja bei der Hotline in der Regel gefragt. Das Problem war, dass besagte Person die Lampen nicht so gut sehen konnte. Es war aber auch schon dunkel, und über meinem Schreibtisch, wo auch der Router steht, gibt es keine Glühbirne.

Unter anderem dank des Videoanrufs war mein Datenvolumen heute morgen aufgebraucht und ich musste noch mal welches nachbuchen. Ein Hoch auf das mobile Internet! Danach rief ich die Störungshotline an und meldete meine Störung. Die Dame am anderen Ende meinte, es handele sich nicht um eine flächendeckende Störung. Sie wollte natürlich wissen, wie meine LED-Lampen aussähen. Ich konnte dazu nichts sagen außer, dass ich eben blind sei. Zufällig wusste ich aber von einem Bekannten, dass er so ein ähnliches Problem per Videoanruf gelöst hatte. Also fragte ich sie, ob sie mich nicht per Videoanruf anrufen könnte, dann könnte sie die Lampen selbst sehen. Dies ging natürlich nicht … warum eigentlich nicht? Heute, zu Zeiten, wo so vieles per Fernwartung durchgeführt wird, warum scheitert es dann an einem einfachen Videoanruf? Kann mir das mal einer verraten?

Sie war aber sehr nett und meinte dann, es könnte auch sein, dass mein Router nach der Zwangstrennung nach 24 Stunden einfach nicht mehr richtig einwählen könnte. Ich könnte ja einen Werksreset machen und schauen, ob es dann ginge. Sie hätte das auch mit mir am Telefon gemacht, allerdings konnte ich den ursprünglichen WPA-Schlüssel spontan nicht finden und ablesen konnte ich ihn vom Router natürlich auch nicht. Das war dann aber nicht so dramatisch, weil ich so einen Werksreset ja auch alleine durchführen kann. Sie versprach mir, gleichzeitig eine Prüfung der Leitung in Auftrag zu geben.

Den Werksreset habe ich inzwischen durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass ich doch bitte die Verkabelung überprüfen möge. Es scheint irgendetwas mit der Verbindung nicht zu stimmen. Ich weiß aber sicher, dass da alles in Ordnung ist. Ich wurde dann auch heute direkt gebeten, bei der Nummer Soundso anzurufen und einen Technikertermin zu machen. Ich bin jetzt wirklich gespannt, was da kaputt ist, und ob der Techniker wirklich notwendig ist oder ob es nicht mit einem Videoanruf doch getan gewesen wäre.

Ich glaube, ich werde mal nachsehen, ob man bei meinem Anbieter nicht irgendwo Vorschläge einbringen kann, und dann werde ich die Sache mit den Videoanrufen vorschlagen. Auch wenn viele sich das vielleicht nicht vorstellen können, aber es ist nicht immer jemand Sehendes in Reichweite. Und heutzutage ist es technisch erstens kein Problem, das umzusetzen, und kostet zweitens auch nicht allzu viel Geld.

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